Kreditinstitute sind aus einer modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Natürlich kann ein Haus auch mit tatkräftiger oder finanzieller Hilfe von Freunden und Verwandten gebaut werden, und ein Unternehmen könnte sich bei einem anderen Unternehmen Geld borgen. Gegenüber privater Geldvermittlung bieten Banken aber entscheidende Vorteile: Sie verfügen über hohes Fachwissen und Erfahrung bei Finanzierungen und verwalten große Mengen an Spargeldern, mit denen wiederum jederzeit viele Kreditnehmer bedient werden können.
Im Rahmen ihrer Vermittlerrolle zwischen Geldgebern und Geldnehmern sind die Aufgaben der Banken daher vor allem …
… die Entgegennahme von Einlagen
(das Sammeln fremder Gelder)
… die Vergabe von Krediten
(das Verleihen von Geld)
… die Abwicklung des Zahlungsverkehrs
(Überweisungen, Daueraufträge usw.)
… die Abwicklung des Wertpapiergeschäfts
(sämtliche Tätigkeiten, die vor allem bei Privatpersonen beimAn- und Verkauf von Wertpapieren anfallen; die Verwahrung und Verwaltung von Aktien und Anleihen; die Betreuung von Unternehmen, die an die Börse gehen usw.)
… Beratung und Service
(in Anlage- und Geldfragen)
… Devisenhandel
(Ankauf oder Verkauf von Fremdwährung gegen nationale Währung durch eine Zentralbank)
… die Ausgabe von Kreditkarten
(Ende Juni 2009 waren in Österreich 2,48 Mio. Kreditkarten ausgegeben)
In Österreich sind rund 870 verschiedene Kreditinstitute (Hauptanstalten) mit rund 4.200 Zweigstellen tätig. Insgesamt stehen der österreichischen Bevölkerung somit rund 5.100 Bank-Geschäftsstellen zur Verfügung. Obwohl sich die Zahl der Bankstellen seit den 1990er-Jahren kontinuierlich verringerte, kommen auf eine Geschäftsstelle noch immer nur rund 1.630 Einwohner. Die Anzahl der Bankstellen in Österreich ist somit, gemessen an der Einwohnerzahl, eine der höchsten in ganz Europa.