Die Münzensammlung wurde seit den 1950er-Jahren gezielt angelegt. Heute gehört sie mit rund 30.000 Objekten zu den größten numismatischen Sammlungen Österreichs. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Währungsgeschichte des österreichischen Raumes. Neben habsburgischen Prägungen bilden daher Münzen des Erzbistums Salzburg einen besonderen Sammlungsschwerpunkt.
Im Lauf der Zeit wurde das Sammlungskonzept auf die europäische Geldgeschichte sowie wichtige Schlüsselstücke aus aller Welt ausgedehnt. Hier ist besonders auf die umfassende Sammlung Venezianischer Dukaten zu verweisen.
Der zeitlich von der Antike bis zur Gegenwart reichende Bestand wartet mit vielen Raritäten und Unikaten auf. Zu diesen Highlights zählen neben dem einzigen bekannten Goldgulden Herzog Leopolds III (1365-1386) unter anderem ein Salzburger Rübentaler von 1504, ein Löwentaler von Fürsterzbischof Colloredo (1790) sowie ein 100 Dukatenstück Kaiser Ferdinands III. (1629) und die 100 Schilling "Mariazeller Madonna" von 1938.
Inhaltlich gliedert sich die Sammlung in mehrere chronologische und thematische Teilbestände:
Die antiken Münzen bieten einen Querschnitt durch die Numismatik der Griechen, Römer, Kelten sowie des Alten Orients. Zum Bereich der antiken Münzen gehört als Sonderbestand auch die Sammlung Leypold. Diese wichtige Sammlung …
Im 12. Jahrhundert begann sich im österreichischen Raum ein eigenes Münzwesen zu etablieren. Die Mittelaltersammlung zeigt diese Entwicklung vom Friesacher Pfennig bis zum Einsetzen der Tiroler Münzreform Ende des 15. Jahrhunderts. …
Neuzeitliche Münzen bilden mit Abstand den größten Teilbestand mit einer Schwerpunktsetzung auf das Haus Habsburg und andere Prägeherren im Heiligen Römischen Reich. Der zeitlichen Rahmen erstreckt sich von den Münzen Erzherzog Sigismunds …
Moderne Kurs- und Sondermünzen sowie Münzsets aus aller Welt sind in diesem Teilbestand zu finden. Durch Belegexemplare sind hier alle österreichischen Münzen seit 1918 vertreten. Ausgehend von Gastgeschenken und Mustermünzen anderer …
Durch den Ankauf mehrerer historisch bedeutsamer Münzfunde leistete die OeNB einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung kulturellen Erbes. Diese Funde konnten so als Ensembles zukünftigen Forschergenerationen erhalten und vor einem Einzelverkauf bewahrt werden. …
Moderne Goldbarren und Goldanlagemünzen [Bullion] bilden einen eigenen kleinen Teilbestand von hohem materiellem Wert. Neben dem „Big Phil“ – der größten Goldmünze Europas – finden sich hier neben mehreren …
Ergänzend zu den Münzen besteht eine kleine Medaillensammlung. Da diese überwiegend aus Gastgeschenken hervorgegangen ist, fokussiert sie vor allem auf Themen rund um Zentralbanken und Geldwesen. Kulturhistorisch von besonderem Interesse ist ein …
Um die Herstellung von Münzen, analog zur Druckplattensammlung, zu dokumentieren wurde auch eine kleine Sammlung von Prägestempeln, Probeabschlägen und Fehlprägungen angelegt.
Neben regulären Zahlungsmitteln stellten Fälschungen immer schon ein großes Problem dar, weshalb dieser Sammlungsbestand zu Dokumentations- und Studienzwecken sowohl zeitgenössische Fälschungen, als auch moderne Falsa und Repliken vereinigt. …