Moderne

Vom Schilling zum Euro


Stabilisierung: Schillingwährung

Im September 1922 gelang es der österreichischen Regierung, unter Verweis auf eine drohende Staatskrise, von den Staaten des Völkerbundes die Zusage finanzieller Hilfe zu erhalten. In den „Genfer Protokollen“ vom 4. Oktober 1922 wurden die Bedingungen für die Gewährung einer Anleihe in der Höhe von 650 Millionen Goldkronen festgelegt. Österreich mußte sich zur Sanierung des Budgets und zur Stilllegung der Notenpresse verpflichten und es musste sich – unter Einschränkung seiner staatlichen Souveränität – der Kontrolle eines mit weitgehenden Befugnissen ausgestatteten Völkerbundkommissärs unterwerfen. Allein die Ankündigung des Genfer Vertrages genügte, um den Kurs der österreichischen Währung auf der Basis von 14.400 Papierkronen zu 1 Goldkrone zu stabilisieren.

 

Den Auftakt zur Sanierung bildete die Gründung der neuen Oesterreichischen Nationalbank per Gesetz vom 14. November 1922. Sie löste die in Liquidation befindliche „Oesterreichisch-ungarische Bank, österreichische Geschäftsführung“ ab und nahm am 1. Jänner 1923 ihre Tätigkeit auf. Ihre wichtigste Aufgabe neben der Regelung des Zahlungsverkehrs war die Sicherung der Stabilität der Währung.

 

Ein sichtbares Zeichen der neuen Geldpolitik wurde schließlich mit dem Übergang zur Schillingwährung gesetzt. Im Dezember 1923 erhielt die Regierung vom Nationalrat die Ermächtigung, Silbermünzen zum Nennwert von 5.000, 10.000 und 20.000 Kronen mit den Bezeichnungen Halbschilling, Schilling und Doppelschilling auszuprägen. Eine umfassende Währungsreform erfolgte ein Jahr später, als mit Gesetz vom 20. Dezember 1924 die Schillingrechnung eingeführt und ein Umrechnungskurs von 10.000 Kronen zu 1 Schilling festgelegt wurde.

 

Der erste eigentliche Schillingwert war eine Banknote mit einem Nominale von 100 Schilling, die 1925 in Umlauf gebracht wurde und den Auftakt zur Emission weiterer Schillingnoten bildete. 1926 folgten Goldmünzen zu 100 und 25 Schilling, 1928 begann man anlässlich des 100. Todestages von Franz Schubert mit einer Serie von Silbergedenkmünzen zu 2 Schilling.


  • Plakat Völkerbundanleihe

    Plakat Völkerbundanleihe, Entwurf Julius Klinger (Wienbibliothek im Rathaus) 

  • Aktie der neuen Oesterreichischen Nationalbank

    Aktie der neuen Oesterreichischen Nationalbank 

  • 10.000 Kronen – 1 Schilling

    10.000 Kronen. 1 Schilling, Ausgabe 11. Mai 1925 


  • 1 Schilling, 1924

    1 Schilling, 1924 

  • 100 Schillinge, 1925

    100 Schillinge,
    Ausgabe 26. März 1925 

  • 2 Schilling, 1930

    2 Schilling, 1930 


  • 25 Schilling Gold, 1926

    25 Schilling Gold, 1926 

  • 100 Schilling Gold, 1926

    100 Schilling Gold, 1926 

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Währungspolitik und Wirtschaftskrise

Stabilität bildete – nach den Erfahrungen der Hyperinflation und des Währungszusammenbruchs – das oberste Prinzip der österreichischen Wirtschaftspolitik. Fiskalische Sparsamkeit und eine Politik des knappen Geldes fanden auch in der Öffentlichkeit breite Zustimmung. Selbst am Höhepunkt der Wirtschaftskrise Anfang der 30er-Jahre, als die Zahl der Arbeitslosen auf 600.000 stieg, blieb der währungspolitische Kurs unangetastet.

 

Auf der Grundlage einer restriktiven Währungspolitik entwickelte sich der Schilling zu einer der stabilsten Währungen Europas, was ihm im Volksmund die Bezeichnung „Alpendollar“ einbrachte. Die durch die Krise der österreichischen Banken ausgelöste Kapitalflucht und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise führten 1933 eine Abwertung um 28 Prozent herbei. Dem Grundsatz der restriktiven Währungs- und Finanzpolitik blieb man aber auch in den folgenden Jahren treu.

 

Nach der Errichtung des autoritären Ständestaats 1933 wurde Ende Februar 1934 die Ausgabe neuer Scheidemünzen verfügt. Die bisherigen Silbermünzen mit einem Nominale von ½ Schil­ling und 1 Schilling sowie die 5-Schilling-Note wurden eingezogen und durch neue Münzen ersetzt. Die 50-Groschen- und die 1-Schilling-Münze wurden in Nickel, das 5-Schilling-Stück in Silber ausgeprägt, alle trugen das neue Staatswappen mit dem Doppeladler. Probleme ergaben sich bei der 50-Groschen-Münze. Sie glich in ihrer Größe dem 1-Schilling-Stück und wurde daher immer mit diesem verwechselt. 1935 entschloss man sich deshalb, die im Volksmund als „Nachtschilling“ bezeichnete Münze neu zu gestalten.


  • 1000 Schilling, 1931

    Oesterreichische Nationalbank, Banknote zu 1.000 Schilling, Ausgabe 15. Mai 1931 

  • 10 Schilling, 1933

    10 Schilling, 1933, Ausgabe 9. April 1934 

  • 1 Schilling, 1934

    1 Schilling, 1934 


  • 5 Schilling, 1934

    5 Schilling, 1934 

  • 50 Groschen, 1934

    50 Groschen, 1934, „Nachtschilling“ 

  • 50 Groschen, 1936

    50 Groschen, 1936 



1938: Das Ende des Schillings

100 Schilling, 1936

100 Schilling, Datum 2. Jänner 1936. Banknote wurde nicht ausgegeben. 

20 Reichsmark, 1939

20 Reichsmark, 16. Juni 1939, Bankprobe 

Mit dem Einmarsch deutscher Truppen am 12. März 1938 endete Österreichs staatliche Souveränität. Fünf Tage später, am 17. März wurde die Deutsche Reichsmark als Währung eingeführt und die Reichsbank mit der Liquidation der Oesterreichischen Nationalbank betraut. Am 23. April wurde das Notenprivileg der OeNB aufgehoben, am 25. April verloren die Schillingnoten ihre gesetzliche Zahlungskraft. Der Umrechnungskurs betrug 1 Reichs­mark zu 1,50 Schilling. Dies bedeutete eine Aufwertung des Schillings und war eine populistische Maßnahme des nationalsozialistischen Regimes, die die eigentlichen Ziele der Okkupation verdecken sollte.

 

Der „Anschluss“ Österreichs verschaffte Deutschland dringend benötigte wirtschaftliche und finanzielle Ressourcen, um die auf vollen Touren laufende Rüstungsproduktion zu versorgen. Durch den Zugriff auf den Gold- und Devisenschatz der Oester­reichi­schen National­bank konnten die völlig erschöpften Devisenreserven des NS-Staates wieder aufgefüllt werden. 78,3 Tonnen Feingold im Wert von 467,7 Millionen Schilling sowie Devisen und Valuten im Wert von 60,2 Millionen Schilling (auf der Basis der niedrigeren Berliner Kurse) wurden zur Reichsbank nach Berlin transferiert.



Rückkehr zum Schilling

Die Regelung des Währungswesens war eine der vorrangigen wirtschaftspolitischen Aufgaben nach dem Ende des Krieges und der Befreiung Österreichs von der nationalsozialistischen Herrschaft 1945. Ein erster Schritt zur Wiederherstellung des Schillings wurde mit der Trennung des Währungsbereichs von der Reichsmark getan. Gleichzeitig musste ein gewaltiger Geldüberhang neutralisiert werden. Neben den umlaufenden Reichsmark hatte die Ausgabe einer Art Übergangsgeld, des „Alliierten Militärschillings“, zu einer weiteren Aufblähung des Geldvolumens geführt. Der im Vergleich zu 1938 geringeren Gütermenge stand eine um etwa das Sechsfache gesteigerte Geldmenge gegenüber.

 

Am 3. Juli 1945, zugleich mit der Inkraftsetzung des Statuts der Oesterreichischen Nationalbank, wurde durch das Schaltergesetz die Verfügung über Einlagen stark eingeschränkt. Knapp fünf Monate später, am 30. November 1945, legte das Schillinggesetz einen Umtausch der Reichsmark und der „Alliierten Militärschillinge“ in Schilling im Verhältnis von 1:1 fest (wobei pro Kopf nur 150 Schillinge bar ausbezahlt wurden und der Rest einem beschränkt verfügbaren Konto gutgeschrieben wurde). Nach der Einziehung der Reichsmark und der „Alliierten Militärschillinge“ war der Schilling alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel.

 

Die Neuordnung der Währung wurde jedoch durch eine zunehmend inflationäre Entwicklung gefährdet. In den Jahren 1946/1947 führten die prekäre wirtschaftliche Lage des Landes und die hohen Besatzungskosten zu einer raschen Vermehrung des Banknotenumlaufs. Zwar konnte der starke Preisauftrieb durch sozialpartnerschaftliche Vereinbarung eines ersten von insgesamt fünf Preis-Lohn-Abkommen eingedämmt werden. Doch erst mit der Abwertung des Schillings und der Verringerung des Bargeldumlaufs durch das Währungsschutzgesetz vom November 1947 (Umtausch der alten Schillinge gegen neue im Verhältnis 3:1, mit einer Kopfquote von 150 Schillingen im Verhältnis 1:1) und einer, ab 1952 eingeleiteten, restriktiven Geldpolitik gelang es, den Schilling zu stabilisieren und die Grundlage für eine Normalisierung der Wirtschafts- und Währungsverhältnisse zu schaffen.


  • 5 Alliierte Militärschilling, 1944

    5 Alliierte Militärschilling, Serie 1944 

  • 100 Alliierte Militärschilling, 1944

    100 Alliierte Militärschilling, Serie 1944 

  • 1 Schilling, 1952

    1 Schilling, 1952, (Entwurf Michael Powolny) 


  • 10 Schilling, 1945

    10 Schilling, 1945, Interimsnote 

  • 100 Schilling, 1945

    100 Schilling, 1945, Interimsnote 

  • Warteschlange Geldumtausch

    Warteschlange für den Geldumtausch anläßlich der Währungsreform, Dezember 1947 



Schilling: Zweite Republik

Die erfolgreiche Neuordnung und Stabilisierung der Währung in den Nachkriegsjahren ermöglichte 1953 eine Vereinheitlichung des bis dahin „gespaltenen“ Wechselkurses, der nun mit 26 Schilling für 1 US-Dollar festgelegt wurde. Dies kam zwar einer deutlichen Abwertung des Schillings gleich, ebnete Österreich aber den Weg zur Vollmitgliedschaft beim Internationalen Währungsfonds. Als die westeuropäischen Staaten im Dezember 1958 ihre Währungen als konvertibel erklärten, konnte sich Österreich dieser Maßnahme Anfang 1959 problemlos anschließen.

 

Im September 1955 wurde ein neues Nationalbankgesetz erlassen. Es stellte die Rechts­kontinuität der OeNB seit ihrer Gründung 1922 fest und nahm organisatorische Neuregelungen vor, die ein hohes Maß an Unabhängigkeit gegenüber dem Staat sicherten. Zudem stattete es die Notenbank durch die gesetzliche Verankerung der Mindestreserve- und Offenmarktpolitik mit neuen Instrumentarien aus, die es der OeNB ermöglichten, eine zentrale Rolle in der Wirtschaftspolitik zu spielen. Die Koordinierung der Fiskal- und Geldpolitik schuf die Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum bei hoher Stabilität des Geldwerts.Nach dem Ende des Systems von Bretton Woods 1971 (Aufhebung der Goldkonvertibilität des US-Dollar) beschritt Österreich neue Wege in der Währungspolitik. Mit der so genannten stabilitäts­orientierten Währungspolitik, zuerst durch Bindung des Schillingkurses an einen „Währungskorb“, ab 1976 durch Orientierung an der Deutschen Mark, gelang es, Geldwert­stabilität dauerhaft zu sichern.

 

Dank einer steten Anpassung des währungspolitischen Instrumentariums an die neuen Marktverhältnisse war seit Anfang der 90er-Jahre auch die monetäre Integration Österreichs mit dem Rest der Welt in einem hohen Ausmaß realisiert.


  • 10 Schilling, 1954

    10 Schilling, Ausgabe 24. September 1954 (Erste Auflage 26. Mai 1951) 

  • 20 Schilling, 1950

    20 Schilling, Ausgabe 25. September 1950 

  • 50 Schilling 1952

    50 Schilling, Ausgabe 25. Oktober 1952 


  • 100 Schilling, 1955

    100 Schilling, Ausgabe 14. Oktober 1955 

  • 500 Schilling 1953

    500 Schilling, Ausgabe 2. Dezember 1953 

  • 1000 Schilling, 1956

    1000 Schilling, Ausgabe 23. Jänner 1956 


  • 100 Schilling, 1970

    100 Schilling, Ausgabe 1. Juni 1981 (1. Auflage 19. Oktober 1970) 

  • 500 Schilling 1966

    500 Schilling, Ausgabe 24. Oktober 1966 

  • 1000 Schilling, 1970

    1000 Schilling, Ausgabe 21. September 1970 



Die letzten Schilling-Banknoten – Auf Schilling lautende, umlauffähige Noten:

20 Schilling, 1986

20-Schilling-Banknote 

20 Schilling, Datum 1. Oktober 1986, Ausgabe 19. Oktober 1988

Vorderseite:

Moritz Michael Daffinger, geboren am 24. Jänner 1790 in Wien, gestorben am 21. August 1849 in Wien. Einer der bedeutendsten Aquarellisten des Biedermeier.

Rückseite:

Albertina Wien, eine der größten grafischen Sammlungen der Welt mit einem einzigartigen Bestand an Grafiken Dürers. Gebäude erbaut 1742 bis 1745 als Palais Taroucca, später erweitert und mit Studiensaal und Minervahalle nach Entwürfen von Josef Georg Kornhäusel ausgestattet.



50 Schilling 1986

50-Schilling-Banknote 

50 Schilling, Datum 2. Jänner 1986, Ausgabe 19. Oktober 1987

Vorderseite:

Sigmund Freud, geboren am 6. Mai 1856 in Freiberg (Prìbor) in Mähren, gestorben am 23. September 1939 in London. Begründer der Psychoanalyse, Lehre vom Unbewussten.

Rückseite:

Josephinum Wien, erbaut unter Joseph II. in den Jahren 1782 bis 1785 von Isidor Canevale. Beherbergt seit 1920 das Institut für Geschichte der Medizin mit einer bedeutenden Sammlung anatomischer Wachspräparate.



100 Schilling, 1984

100-Schilling-Banknote 

100 Schilling, Datum 2. Jänner 1984, Ausgabe 14. Oktober 1985

Vorderseite:

Eugen Böhm von Bawerk, geboren am 12. Februar 1851 in Brünn (Brno), gestorben am 28. August 1914 in Kramsach/Tirol. Bedeutender Nationalökonom, ab 1911 Präsident der Akademie der Wissenschaften, begründete mit Karl Menger und Friedrich Wieser die Österreichische Schule der Nationalökonomie (Grenznutzentheorie).

Rückseite:

Akademie der Wissenschaften, erbaut 1735 bis 1755 von Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey als Aula der Alten Universität, seit 1857 Sitz der Akademie der Wissenschaften.



500 Schilling 1997

500-Schilling-Banknote 

500 Schilling, Datum 1. Jänner 1997, Ausgabe 20. Oktober

Vorderseite:

Rosa Mayreder, geboren am 30. November 1858 in Wien, gestorben am 19. Jänner 1938 in Wien. Führende Theoretikerin der Frauenbewegung, Malerin und Schriftstellerin, gründete 1893 den Allgemeinen Österreichischen Frauenverein.

Rückseite:

Gruppenbild der Teilnehmerinnen des Bundestags Österrreichischer Frauenvereine in Wien 1911. Porträts von Rosa und Karl Mayreder.



1000 Schilling, 1997

1000-Schilling-Banknote 

1000 Schilling, Datum 1. Jänner 1997, Ausgabe 20. Oktober 1997

Vorderseite:

Karl Landsteiner, geboren am 14. Juni 1868 in Baden bei Wien, gestorben am 26. Juni 1943 in New York. Einer der bedeutendsten Wissenschafter auf medizinischem Gebiet, erhielt 1930 für die Entdeckung der Blutgruppen den Nobelpreis für Medizin, 1940 entdeckte er den Rhesusfaktor.

Rückseite:

Karl Landsteiner in seinem Labor im Pathologisch-Anatomischen Institut der Universität Wien. Modell eines Polio-Virus und stilisierte Form des Vorgangs der Blutgruppenbestimmung.



5000 Schilling, 1989

5000-Schilling-Banknote 

5000 Schilling, Datum 4. Jänner 1988, Ausgabe 17. Oktober 1989

Vorderseite:

Wolfgang Amadeus Mozart, geboren am 27. Jänner 1756 in Salzburg, gestorben am 5. Dezember 1791 in Wien. Komponist, Hauptvertreter der Wiener Klassik.

Rückseite:

Staatsoper Wien, bedeutender Ringstraßenbau, erbaut 1861 bis 1869 von den Architekten Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg, wurde am 25. Mai 1869 mit Mozarts Oper „Don Juan“ eröffnet.



Euro: Währungsunion

Europäische Zentralbank, Frankfurt

Europäische Zentralbank, Frankfurt 

Governing Council – ECB

Governing Council of the European Central Bank 

Als Mitglied der Europäischen Union wirkt Österreich seit 1995 aktiv an der Gestaltung der Rahmenbedingungen für die europäische Wirtschafts- und Geldpolitik mit. Höhepunkt der europäischen Integration nach der Herstellung des gemeinsamen Binnenmarktes war die Einführung einer gemeinsamen Währung, des Euro, der bis Ende Februar 2002 schrittweise die nationalen Währungseinheiten abgelöst hat. Die letzte Stufe der Errichtung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion begann mit 1. Jänner 1999. In elf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurde der Umrechnungskurs zwischen den nationalen Währungen und dem Euro fixiert und eine einheitliche Geldpolitik vereinbart. Mit 1. Jänner 2001 wurde auch Griechenland in die Währungsunion aufgenommen.

 

Die neue Währung basiert auf einer in den letzten Jahren aufgebauten Stabilitätskultur in Europa, zu der die Oester­reichi­sche Nationalbank und die österreichische Wirtschaftspolitik beigetragen haben. Die Oesterreichische Nationalbank ist integraler Bestandteil des seit 1. Jänner 1999 bestehenden Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB), das nun die Verantwortung für die Geldpolitik im Eurosystem trägt. Sie nimmt in diesem Rahmen wie bisher ihre gesetzliche Verpflichtung wahr, „mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dahin zu wirken, das Ziel der Preisstabilität zu gewährleisten.“ Die österreichische Politik der monetären Stabilität findet im Stabilitäts- und Wachstumspakt der Eurostaaten eine Fortsetzung – es besteht Kontinuität vom Schilling zum Euro.