
Geld in Säcken und Münzrollen, wie es von der Oesterreichischen Nationalbank ausgegeben wird.

Schilling-Banknoten
und -Münzen

Aktie der Walt-Disney-Company
Geld – das fünfte Element! Mit dem Ausruf „yea, and the fifth element“ (wahrhaftig, und das fünfte Element) bekräftigte William Camden, Historiker und Archäologe in England an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert, die Worte des griechischen Poeten Alkaios „Chremata, Chremata Aner“ (Money, Money is the man – Geld, Geld ist der Mensch).
Der scheinbar universelle Charakter des Geldes hat Generationen von Theoretikern und Philosophen beschäftigt, und er hat auf höchst kontroversielle Weise die Fantasie der Menschen angeregt. Die Vorstellungen bewegen sich zwischen den Extremen eines Geldbades à la Dagobert Duck und der geldlosen Gesellschaft in Thomas Morus’ Utopia.
Was ist es, das Geld so attraktiv und abstoßend zugleich macht? Glaubt man George Bernard Shaw, so ist Geld "das Allerwichtigste auf der Welt": Summe aller Wohltaten, Wurzel allen Übels, Mittel der Freiheit, aber auch Mittel der Macht.
Geld prägt die Gesellschaft, indem es die Tauschbeziehungen der Menschen einer rationalen ökonomischen Logik unterwirft. Umgekehrt unterliegt Geld als Wertmaßstab für alles, was getauscht wird, selbst der moralischen Bewertung. Zwar ist Geld grundsätzlich neutral, dennoch dient es der sozialen Unterscheidung und fordert die Leidenschaften heraus. Hinter der zahlenmäßigen Nüchternheit monetärer Transaktionen entsteht – in immer wieder neuen Formen – der Mythos vom Geld.