Presseaussendung


Fast 85% des österreichischen Außenhandels werden in Euro abgewickelt

Heft Q4/2005 der OeNB Publikationsreihe Statistiken – Daten & Analysen ist erschienen

Wien, 28. 10. 2005


Der Euro ist die Hauptwährung für den österreichischen Außenhandel und gewinnt an Bedeutung. Das geht aus einer Analyse der Oesterreichischen Nationalbank zur Währungsstruktur der österreichischen Außenhandels­zahlungen hervor, die in der neuesten Ausgabe von „Statistiken ‑ Daten & Analysen Q4/2005“ erschienen ist. Demnach wurden im Jahr 2004 rund 85% des grenzüberschreitenden Güterverkehrs in Euro abgewickelt. Im Jahr 1999, dem Jahr der Einführung des Euro, hatte der ent­sprechende Anteil 80% betragen. 

 

Die zweitwichtigste Währung für den österreichischen Außenhandel ist der US-Dollar. Er ist Zahlungsmittel vor allem im Außenhandel mit dem amerikanischen sowie asiati­schen Raum und für Erdölprodukte, verliert aber über die Zeit an Gewicht. 2004 betrug der Anteil des US-Dollar an den gesamten Außenhandelszahlungen knapp 13%, während er 1999 noch fast 16% beigetragen hatte. 

 

Die Veränderung der Bedeutung des US-Dollar zeigt sich auch bei einer Gegenüberstel­lung von Außenhandelsstatistik gemäß Statistik Österreich und den von der OeNB erhobenen Zahlungsströmen im grenzüberschreitenden Güterverkehr. Mitte der Neunzi­gerjahre hatten die Exporterlöse in US-Dollar (umgerechnet 8,8 Mrd EUR) noch knapp das 7-fache der Exporte in die USA (umgerechnet 1,3 Mrd EUR) betragen. Nach einem laufenden Rückgang lagen die Exporterlöse in US-Dollar im Jahr 2004 nur mehr etwas über dem zweifachen Wert der Lieferungen an die USA. Etwas stabiler zeigt sich das Bild für die Importe: Die Importzahlungen in US-Dollar bewegten sich in den letzten zehn Jahren zwischen dem Vier- bis Fünffachen der Einfuhren aus den USA. Diese Kontinuität geht darauf zurück, dass der Ankauf von Erdöl und – produkten in US-Dollar abgewickelt wird.

 

Weitere Informationen zur Struktur des Außenhandels finden Sie in der aktuellen Publi­kation Q4/2005 aus der Reihe „Statistiken – Daten & Analysen“. Darüber hinaus bietet das Heft ‑ neben einem informativen Tabellenteil – weitere Themen zu wirtschaftsstatis­tisch relevanten Aspekten:

 

  • Anforderungen und Erwartungen der Zentralbanken an die Amtliche Statistik, Rede von Gouverneur Dr. Klaus Liebscher anlässlich des Tages der Amtlichen Statistik am 20.   September 2005
  • Unterschiede der beiden Verbraucherpreisindizes VPI und HVPI in Österreich
  • Darstellung der neuen Zahlungssystemstatistik und erste Resultate
  • Wesentliche Entwicklungen im Bereich der Finanzinstitutionen im 1. Halbjahr 2005
  • Analyse des Risikopotentials inländischer Kreditinstitute
  • Österreich-Ergebnisse aus der Umfrage über das Kreditgeschäft (Bank Lending Survey im Juli 2005)    

 

Kurzberichte zu aktuellen Ergebnissen aus dem finanzwirtschaftlichen Bereich runden das Informationsangebot ab.

 

Die Artikel können hier über das Internetangebot der Oesterreichischen Nationalbank einzeln abgerufen werden.

 


Herausgeber:

Oesterreichische Nationalbank

Sekretariat des Direktoriums/Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: (+43-1) 404 20-6666

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