In Österreich konnte im März 2008 ein weiterer Anstieg der M3-Jahreswachtumsrate von 20,2% auf 20,8% beobachtet werden. Im 3-Monatsdurchschnitt betrug der aktuelle Wert für Österreich mit 20,4% mehr als das Zweifache des Euroraumwachstums in Höhe von 11,1%.
Die Schere zwischen der Geldmengenentwicklung in Österreich und dem Euroraum hat sich seit September 2007 signifikant geöffnet und dürfte mit den Auswirkungen der internationalen Finanzmarktturbulenzen zusammenhängen. Österreichische Banken griffen bei ihrer Refinanzierung verstärkt auf Termineinlagen und zuletzt auf kurzfristige Wertpapiere mit einer Laufzeit bis zu 2 Jahren, die beide in M3 enthalten sind, zurück. Dadurch werden die höheren Refinanzierungskosten nicht langfristig festgeschrieben.
