Der Nettostrom österreichischer Direktinvestitionen in das Ausland erlitt im Jahr 2006 mit „nur“ 3,3 Mrd EUR an Neuinvestitionen einen deutlichen Einbruch. Er erreichte weniger als die Hälfte des Niveaus vergangener Jahre. Man muss bis 1999 zurückblicken, um ein geringeres Volumen strategischer Auslandsinvestitionen zu registrieren.
Fast völlig ausgeblieben sind 2006 die Netto-Direktinvestitionen ausländischer Investoren in Österreich. Der Nettozustrom von 200 Mio EUR war ähnlich niedrig wie 2002. Ausschlaggebend war das hohe Volumen an Desinvestitionen (6,4 Mrd EUR), das die Neuinvestitionen an Eigenkapital von 4,0 Mrd EUR deutlich übertraf. Der leichte Nettozustrom ist also nur den nicht entnommenen Gewinnen (1,2 Mrd EUR) und relativ hohen Kapitalzufuhren im Wege konzerninterner Kredite (1,4 Mrd EUR) zu verdanken.
