Zum bereits zehnten Mal tourte die Oesterreichische Nationalbank in diesem Sommer mit dem Euro-Bus durch ganz Österreich. Von 8. Juli bis 29. September machte der Euro-Bus an insgesamt 68 Stationen in allen österreichischen Bundesländern Halt. Das europaweit einmalige Dienstleistungs- und Informationsangebot wurde wie auch in den Jahren davor gut angenommen:
- Informationen rund um den Euro für Besucher und den Handel
- Euro-Sicherheits-Check
- Gratis Schilling-Euro-Tausch
- Euro-Gewinnspiel
Die Oesterreichische Nationalbank zieht nach dem Tour-Ende eine erfolgreiche Bilanz. Auch im zehnten Jahr der Euro-Tour sorgte der Euro-Bus für ein beeindruckendes Ergebnis: Sowohl die Kunden- als auch die Wechselzahlen in den einzelnen Bundesländern zeigen deutlich, dass die Nachfrage der Bevölkerung nach dem Euro-Bus auch nach zehn Jahren sehr groß ist.
Im Rahmen der diesjährigen Euro-Tour informierte die OeNB abermals im Speziellen professionelle Bargeldanwender. Der beste Schutz vor Fälschungen ist, wenn die Mitarbeiter im Handel diese gar nicht erst annehmen. Daher legte die OeNB bei der Euro-Tour 2011 den Schwerpunkt auf diesen Bereich. Insgesamt wurden 2.432 Handelsangestellte direkt in den Geschäften über die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten informiert und mit den drei einfachen Prüfschritten Fühlen – Sehen – Kippen vertraut gemacht.
Der edle Tropfen
Zu seinem 50. Geburtstag erhielt ein Herr aus Mistelbach eine exklusiv verpackte Weinflasche. Zwölf Jahre später wollten seine Frau und er das kostbare Geschenk zu einem besonderen Anlass verkosten. Beim Öffnen fanden sie jedoch etwas ganz anderes, als den erwarteten Wein vor: Die Flasche war bis oben hin gefüllt mit Schilling-Banknoten. Beim Euro-Bus in Mistelbach tauschte das Ehepaar den überraschenden Fund kostenlos in Euro.
Doppelt hält besser
Vor einigen Jahren restaurierte Manfred S. ein altes Auto und entdeckte unter der Stoßstange 200 Schilling. Diese brachte er zum Euro-Bus der OeNB um sie kostenlos in Euro zu wechseln. Heuer erlebte der St. Pöltner ein Déjà-vu: Abermals restaurierte er ein Auto und wurde erneut fündig: Dieses Mal waren Münzen im Gesamtwert von 2.000 Schilling unter dem Beifahrersitz versteckt. Wie im vorigen Jahr nützte Herr S. die Möglichkeit zum kostenlosen Schilling-Euro-Tausch und brachte das Geld zum Euro-Bus am Rathausplatz. Er freute sich über die mehr als 145 Euro. "In Zukunft werde ich auch andere Autos restaurieren", lachte der St. Pöltener.
Die "Badebüchse"
Vor vielen Jahren lud eine Tullnerin ihre Nachbarn dazu ein, jederzeit in ihrem Swimming Pool zu baden. Die Nachbarn nahmen das Angebot mit Freude an und eröffneten als kleines Dankeschön eine "Badebüchse" – eine Sparkassa, die bei jedem Bade-Besuch mit einer 10 Schilling Münze befüllt wurde. Diese überreichten sie eines Tages der Schwimmbad-Besitzerin, die den Inhalt nun beim Euro-Bus in rund 35 Euro wechselte. Mit dem Geld werden die Nachbarn gemeinsam in den Eissalon gehen.
Die Schilling-Banknoten im Kochbuch
Nachdem ihn seine Frau mit der Zubereitung einer Bowle betraut hatte, machte sich ein Leobener auf die Suche nach einem guten Rezept. Er durchforstete verschiedenste Kochbücher, doch nirgends war die passende Anleitung zu finden. Schließlich griff er zu der alten, noch handgeschriebenen Rezeptsammlung seiner Mutter. In dieser fand er nicht nur das Rezept für die perfekte Bowle, sondern auch 3.700 Schilling, die er im Euro-Bus der OeNB tauschte. Die rund 270 Euro wird er für seinen nächsten Einkauf verwenden.
Die Taschenuhr zum Opernball
Im März dieses Jahres eröffnete Wolfgang L. zusammen mit seiner Freundin den Wiener Opernball. Zu diesem besonderen Anlass schenkte ihm sein Großvater die passende Taschenuhr zum Frack. Als Wolfgang L. am Weg in die Staatsoper zum ersten Mal die Taschenuhr öffnete, entdeckte er darin eine sorgfältig gefaltete 100 Schilling-Banknote. Die Euro-Bus Station in Kufstein bot dem Herrn die ideale Gelegenheit, seinen Fund in Euro zu wechseln.
Der Familien-Schatz
Eine Dame aus Graz kam mit einem großen Schilling-Schatz zum Euro-Bus. Als sie vor einigen Wochen von der Euro-Bus Station am Tummelplatz in der Zeitung las, informierte sie ihre ganze Familie über den bevorstehenden Tour-Stopp. Sofort machten sich alle 21 Familienmitglieder auf die Suche nach alten Schilling und fanden diese überraschenderweise an sehr ungewöhnlichen Orten. In Gurkengläsern, Geburtstagsbillets, Schatullen, alten Schatztruhen und Kisten am Dachboden waren noch etliche Schilling-Münzen und -Banknoten versteckt. Mit dem gesammelten Schilling-Schatz kam die Dame zum Euro-Bus in Graz und wechselte insgesamt fast 29.000 Schilling in druckfrische Euro. "Mit einem Teil des Geldes gehen wir heute Abend alle gemeinsam schön Essen", freute sich die Grazerin.