In Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sind die österreichischen Exporte 2009 massiv eingebrochen. Gemäß den aktuellen Ergebnissen des OeNB-Exportindikators sind die Güterexporte im Jahr 2009 um 19,7% (nominell, saisonbereinigt) zurückgegangen.
Die unterjährige Dynamik zeigt jedoch, dass sich der Außenhandel nach dem Einbruch zu Jahresbeginn in der 2. Jahreshälfte etwas erholen konnte. Die österreichischen Exporteure profitieren dabei von der derzeit stattfindenden Erholung der internationalen Konjunktur. Im 3. Quartal kam es im Euroraum erstmals nach Ausbruch der Krise wieder zu einem Anstieg des realen BIP. Die bis November vorliegenden Daten zur Euroraum-Industrieproduktion zeigen ein Anhalten des Aufwärtstrends im 4. Quartal an.
Vor diesem Hintergrund lässt der auf Basis der ASFINAG-Fahrleistungsdaten erstellte Exportindikator für die Prognosemonate November und Dezember einen Anstieg der nominellen Güterexporteum 2,8% bzw. 2,3% erwarten (jeweils im Dreimonatsabstand). Für das 4. Quartal 2009 ist daher mit einem Wachstum der Güterexporte von +3,1% gegenüber dem Vorquartal zu rechnen (3. Quartal +2,9%).
