Presseaussendung


Schaden durch Fälschungen in Österreich rückläufig

Euro-Fälschungsstatistik für das Jahr 2009

Wien, 11. 1. 2010


2009 konnte der Bargeldumlauf des Eurosystems abermals einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Mit Dezember waren rund 828 Mrd. Euro im Umlauf. Dies bedeutet eine Steigerung von 5,7 % gegenüber Ende 2008.

 

Europaweit gab es im Jahr 2009 in Relation zu 13,7 Mrd. Stück echten Banknoten insgesamt 860.000 Fälschungen. In Österreich sind in diesem Zeitraum insgesamt 9.780 Fälschungen im Zahlungsverkehr aufgetreten. Damit reduziert  sich der Anteil an den gesamten  Euro-Fälschungen auf 1,14 % gegenüber 1,21 % im Vorjahr. Österreich bleibt somit eines der Länder mit dem geringsten Fälschungsaufkommen des Eurosystems.

 

In Österreich entfielen beinahe die Hälfte (45,8 %) der Fälschungen auf EUR 100.



 EUR 5EUR 10EUR 20EUR 50EUR 100EUR 200EUR 500Gesamt
Stück45982.2062.6474.480269359.780
Prozent0,51,022,627,145,82,80,4100

Insgesamt hat sich die Schadenssumme auf EUR 696.975 (- 10 %) reduziert. Grund dafür ist ein weiterer starker Rückgang bei den Fälschungen im Bereich EUR 200.

 

Der Schwerpunkt des Falschgeldaufkommens lag unverändert im Ballungsraum Wien und im angrenzenden Niederösterreich. Gemeinsam kommen die beiden Bundesländer auf über die Hälfte aller sichergestellten Fälschungen.

 

Die OeNB hat im Jahr 2009 1,42 Mrd. Stück Banknoten auf Echtheit und Umlauf­fähigkeit geprüft. Für Privatpersonen in Österreich besteht nach wie vor eine äußerst geringe Wahr­scheinlichkeit, mit Falschgeld in Berührung zu kommen. Mit zahlreichen Informations­maßnahmen hält die OeNB die österreichische Bevölkerung permanent auf dem Laufenden. Neben Medienkooperationen, Schulungen und Präsenz auf Messen ist auch der Euro-Bus jährlich in ganz Österreich unterwegs, um über die Sicherheits­merk­male der Euro-Banknoten zu informieren.

 

Um professionelle Bargeldverwender (Kassiere in Banken und Handel) im Umgang mit Falschgeld auszubilden, werden regelmäßig spezielle Schulungen von OeNB-Experten durchgeführt. Dabei werden die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten anhand der Prüfschritte FÜHLEN – SEHEN – KIPPEN ausführlich erklärt und veranschaulicht. Die Teilnahme an solchen Schulungen ist kostenlos und in allen Regionen in den Zweig­anstalten möglich. Weiterführende Informationen sowie die Möglichkeit sich für Schulungen anzumelden finden sich auf der OeNB-Homepage (www.oenb.at).


Rückfragehinweis:

Mag. Oliver Huber 

Pressesprecher

Tel.: (+43-1) 404 20-6666