Seit Jahresbeginn hat die österreichische Exportwirtschaft mit Absatzrückgängen im Güterhandel von nominell rund 20% (saison- und arbeitstägig bereinigt, im Vergleich zum Vorjahresmonat) zu kämpfen. Die von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) auf Basis von LKW-Fahrleistungsdaten erstellte Schätzung für die Entwicklung der Ausfuhren lässt eine Fortsetzung dieses Trends in den Monaten März und April befürchten.
Die gesamte LKW-Fahrleistung in Österreich ist gemäß den von der ASFINAG erhobenen Daten im März 2009 um 11% und im April um 20% gegenüber den Vorjahresmonaten zurückgegangen. Saison- und arbeitstägig bereinigt war der Rückgang mit 15,2% bzw. 17,1% deutlich gleichmäßiger und in etwa gleich stark wie in den ersten beiden Monaten des Jahres.
Gemäß den aktuellen Ergebnissen des OeNB-Exportindikators wird für März bzw. April 2009 von einem Rückgang der nominellen Güterexporte um 19,9% bzw. 21,0% (saison- und arbeitstägig bereinigt) ausgegangen. Aufgrund von Saisoneffekten und der höheren Anzahl an Arbeitstagen im März (+2 gegenüber dem Vorjahresmonat) wird der Rückgang im März nicht arbeitstägig bereinigt deutlich niedriger ausfallen (-11,5%). Insgesamt dürfte der österreichische Güterhandel in den ersten vier Monaten des Jahres um 21,6% (saison- und arbeitstägig bereinigt um 20,7%) eingebrochen sein. Die Dynamik der letzten Monate deutet damit auf eine Bodenbildung bei den Güterexporten hin. Ein Aufschwung kann aus den Daten freilich noch nicht abgelesen werden.