Hauptabteilung Volkswirtschaft

Die Hauptabteilung Volkswirtschaft ist für volkswirtschaftliche Analysen und Studien, für internationale Beziehungen einschließlich der Angelegenheiten der Repräsentanzen der Bank in Brüssel und für die Fachbibliothek zuständig.



Die Aufgaben der Hauptabteilung Volkswirtschaft (HVW)

Die Hauptabteilung Volkswirtschaft (HVW) ist das ökonomische und wirtschaftspolitische Kompetenzzentrum der OeNB. Entsprechend der strategischen Zielsetzung der OeNB, einen professionellen Beitrag zur geld- und währungspolitischen Entscheidungsfindung im Eurosystem zu leisten, stehen qualitativ hochwertige, theoretisch und empirisch fundierte ökonomische Analyse und Forschung im Zentrum ihrer Aufgabenstellung. Zusätzlich stellt die Osteuropaanalyse einen besonderen Schwerpunkt der, mit dem die OeNB in den vergangenen zehn Jahren eine international anerkannte Position aufbauen konnte. Darüber hinaus ist die HVW durch eine Vielzahl von Kooperationen in ein nationales und internationales Forschungsnetzwerk eingebunden, das von nationalen und internationalen Wirtschaftsforschungsinstituten, internationalen Organisationen und Notenbanken bis hin zu nationalen und internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen reicht.


Aufbau und Organisationsstruktur der Hauptabteilung Volkswirtschaft

Traditionell werden in einer vergleichsweise kleinen Notenbank eine Reihe von weiteren Aufgaben im volkswirtschaftlichen Bereich wahrgenommen, die von der Fachbibliothek über das Publikationswesen bis hin zum Sprachendienst und zur internationalen Vertretung der OeNB reichen. Diese Aufgaben spiegeln sich in der organisatorischen Struktur der Hauptabteilung wider, die sich aus vier Abteilungen und zwei internationalen Repräsentanzen zusammen setzt.

  • Die Abteilung für Volkswirtschaftliche Analysen (VOWA) beschäftigt sich mit geldpolitischen Fragestellungen sowie der realwirtschaftlichen Entwicklung und der makroökonomischen Finanzmarktentwicklung in Österreich. Außerdem ist das ökonomische Publikationswesen sowie das Büro des Staatsschuldenausschusses in der VOWA angesiedelt.
  • Die Abteilung für die Analyse wirtschaftlicher Entwicklungen im Ausland (AUSA) analysiert internationale ökonomische Fragestellungen nach Ländern und länderübergreifenden Themen mit dem Schwerpunkt EU und Euroraum. Einen speziellen Fokus stellt zusätzlich die Osteuropaanalyse dar.
  • Die Abteilung für Integrationsangelegenheiten und Internationale Finanzorganisationen (INTA) ist auf institutionelle Fragen der europäischen Integration konzentriert und beschäftigt sich mit den internationalen Finanzinstitutionen, insbesondere dem IMF und damit zusammenhängenden Themenstellungen.
  • Die Abteilung für Volkswirtschaftliche Studien (VOSTA) ist das Forschungszentrum der HVW und behandelt für die OeNB wesentliche wirtschaftspolitische und empirische Fragestellungen auf akademischem Niveau.
  • Die Repräsentanz der OeNB in Brüssel stellt das Verbindungsglied der OeNB zu den Institutionen der Europäischen Union dar und sichert den Informationsfluss zwischen Brüssel und Wien sowie die Vertretung in den relevanten europäischen Gremien vor Ort.  
  • Die Fachbibliothek – direkt der Hauptabteilungsleitung unterstellt – betreut den Fachbuch- und Fachzeitschriftenbestand der OeNB und bietet entsprechenden Literaturservice für die Mitarbeiter.           


Kundengruppenorientierung und Produktspektrum der Hauptabteilung Volkswirtschaft (HVW)

Geographisch gesehen konzentriert sich die Arbeit der HVW auf die drei Bereiche (i) EU/Eurosystem, (ii) Osteuropa und (iii) Österreich.

  • EU und EZB/Eurosystem sind durch Einbindung der OeNB in deren Gremien und ökonomischen Analyse- und Forschungsaktivitäten direkt wie indirekt „Auftraggeber“ und „Empfänger“ eines wesentlichen Teils des HVW-Outputs.
  • Gleichzeitig sind die Arbeiten der HVW auch an nationale wirtschaftspolitische Institutionen und die nationale Öffentlichkeit adressiert: geboten werden dabei unabhängige Analysen relevanter wirtschaftspolitischer Fragestellungen, die Mitwirkung in einer Reihe wirtschaftspolitischer Gremien sowie die Erklärung der Geldpolitik des Eurosystems und das Aufzeigen nationaler wirtschaftspolitischer Reformnotwendigkeiten. Dazu zählt auch die Zusammenarbeit mit multilateralen internationalen Institutionen, z. B. die Mitwirkung an den Länderprüfungen von IMF und OECD.
  • Über einen komparativen Vorteil verfügt die Analyse der HVW im Bereich Osteuropa, speziell in den an Österreich angrenzenden neuen Mitgliedstaaten der EU. Dieser internationale Fokus wird zunehmend in Richtung Süd-Ost-Europa ausgebaut. In diesen Bereich fällt auch die Trägerschaft der OeNB – gemeinsam mit BMF und IMF – am Joint Vienna Institute (JVI), einem in Wien ange-siedelten internationalen Ausbildungszentrum für MitarbeiterInnen wirtschaftspolitischer Institutionen in Zentral-, Ost- und Südost-Europa sowie in den GUS-Staaten. Das Informationsangebot der HVW zu Osteuropa wird außerdem durch ein eigenes Internet-Angebot (ceec.oenb.at) vermittelt.             


Das nach außen sichtbare Leistungsangebot der HVW schlägt sich vor allem in den Publikationen und in den Veranstaltungen der HVW nieder. Vom Quartalsheft „Geldpolitik und Wirtschaft“ über Spezialveröffentlichungen zu den Konferenzen und Workshops der OeNB reicht das Angebot bis hin zum „Focus on European Economic Integration“, der Osteuropa-Zeitschrift der OeNB. In einem vierteljährlich erscheinenden Newsletter werden einem breiten nationalen und internationalen Publikum elektronisch die neuesten Informationen über die Aktivitäten und den Output der HVW angeboten. Die jährlich abgehaltenen Großevents „Volkswirtschaftliche Tagung“ und „Conference on European Economic Integration“ sowie eine große Zahl von Workshops, Seminaren und Vortragsveranstaltungen zu spezifischen Fragestellungen machen zusätzlich einen wesentlichen Teil des Produktspektrums der HVW aus.

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